The light is in you

Eine Ermutigung euren Blickwinkel in schwierigen Zeiten zu verändern um das Licht in euch wieder zu sehen.

Ich weiß wie es sich anfühlt wenn kein Licht mehr sichtbar ist, wenn nur noch Dunkelheit herrscht...the light is in you.png

Im Juni 2015 war mein Sohn 2 Jahre alt und meine Tochter 1 Jahr. Jeder Tag war ein Kampf der früh morgens bereits begann. Wie gefangen fühlte ich mich in meinem Sein. Mein Mann verließ am Morgen das Haus und kam um 18 Uhr wieder nach Hause. Die Stunden bis zu seiner Rückkehr erschienen mir endlos. Jeden Tag bekam er das selbe von mir zu hören: "Ich mag nicht mehr!"
So auch an diesem besagten Tag im Juni an dem ich diesen Brief schrieb. Ich empfing meinen Mann mit Tränen in den Augen. Mit den Worten: "ich kündige, ich bin eine schlechte Mutter" überreichte ich ihm den Brief.
Wir setzten uns auf die Couch und er las was ich geschrieben hatte. Dann nahm er mich in den Arm und sagte: "Du bist eine gute Mutter, du gibst jeden Tag "dein" Bestes!!!"
Ich weinte, weinte und weinte...so lange bis es sich ein Stück leichter in mir anfühlte. Ich erkannte, dass es an der Zeit war mir Hilfe zu suchen und das machte ich dann auch. Tag für Tag versuchte ich nun dem Licht ein Stück näher zu kommen.
Ich durfte erkennen, dass das Licht immer da war, ich hatte nur in eine andere Richtung gesehen ☀️🌈

Ich will Euch ermutigen, den Blickwinkel zu verändern, damit auch ihr das Licht wieder erkennen könnt! Es lohnt sich 😊🌏😊

Kirchberg, 18.06.2015

"Kündigung der aufrechten Stelle als Hausfrau, Mutter und Gemahlin"

Sehr geehrter Herr Haindl!

Nach eingehender Prüfung des mir zugewiesenen Arbeitsbereiches muss ich mich leider gegen eine weitere Beschäftigung in Ihrem Unternehmen entscheiden. Meine Kündigungsfrist beträgt einen Monat. Da ich auch noch Resturlaub zu verbrauchen habe werde ich Ihnen somit nur noch zwei Wochen zur Verfügung stehen.

Einige Gründe die mein Ausscheiden erklären sollen:
Die angedachte Bezahlung ist mehr als unwürdig für einen Job bei dem ich 365 Tage im Jahr und 24 Stunden täglich in Bereitschaft stehe und meist 18 Stunden davon wirklich aktiv bin. Bisher wurde mir auch noch kein Urlaub zugesprochen obwohl ich bereits über zwei Jahre in Ihrem Unternehmen tätig bin. Auch die kleineren Pausen dazwischen sind nur selten erlaubt, somit ergibt sich, dass ich an manchen Tagen ohne Pause durch arbeite. Ich bin eine sehr gute, flexible Mitarbeiterin die sich immer wieder neu in Ihrem Betrieb orientiert und bewusst die Aufgabengebiete neu sortiert und durchdenkt.
In den letzten Monaten sind die Arbeitsbedingungen leider stetig schlechter geworden. Oftmals werde ich bereits frühmorgens angebrüllt und soll dabei trotzdem funktionieren, sprich eine gute, liebevolle Mutter sein, das Essen auf den Tisch bringen und den Haushalt noch in Schuss halten.

Meine gesamten Energiereserven sind mittlerweile so stark aufgebraucht, dass ich teilweise schon am frühen morgen, nach den ersten Schreiattacken so ausgebrannt bin, dass ich weg laufen möchte. Ich habe lange versucht diese unerträgliche Situation, die mich komplett kaputt macht zu verändern und wieder neuen Mut zu schöpfen, doch leider muss ich Ihnen mitteilen dass ich nicht mehr in der Lage bin weiter zu machen. Ich bin keine gute Mutter mehr, das Essen wird täglich liebloser, der Haushalt leidet und die Ehefrauenpflichten sind so uninteressant aufgrund der hohen Belastung geworden, dass sie in weite Ferne rücken. Es ist sogar so, dass ich richtig gemein zu meinen Kindern bin, ausfallend, grob und einfach nicht mehr ich. Ich kann dieses Verhalten nicht mehr verantworten!!!

Ich bin am Ende, kann und mag nicht mehr!!!
Ich hoffe ich konnte Ihnen einigermaßen die Beweggründe schildern, gerne bin ich auch für ein persönliches Gespräch bereit.
Vielen Dank für die bisherige Zusammenarbeit.

Mit freundlichen Grüßen
Manuela Haindl